Hans Richtscheid

Mainzer Kindheit 1907-1920 und: Mein Weg zur Philosophie

„Für die Literatur- und Verlagsfüchse mag der Name Hans Richtscheid eng mit dem Beck-Verlag verbunden sein, wo der studierte Philosoph lange Jahre als Lektor und als «Erfinder» der Beckschen Schwarzen Reihe tätig war. 1992 ist Hans Richtscheid verstorben; zu seinen skeptisch-literarischen Hinterlassenschaften gehören die «Gespräche mit Sokrates» aus den späten 1960er Jahren. Ein kleines, postumes Erinnerungsbuch ist nun, gute sechzehn Jahre nach Richtscheids Tod, aus dem Nachlass ediert worden. Dass es sich bei dem schmalen Band nicht um eine nachträgliche Devotionalie der Verlegenheit handelt, merkt der Leser schnell. In seinen letzten Jahren hat Hans Richtscheid seine Erinnerungen an die Mainzer Kindheit zwischen 1907 und 1920 niedergeschrieben. «Mein Vater war ein Mainzer Kaufmann, aber kein grosser, nur ein kleiner.» Das Austarieren zwischen dem Grossen und dem Kleinen – um es auf einen kurzen Begriff zu bringen – ist Richtscheids Stärke auch in Angelegenheiten seiner malerischen, aber immer mit einem heiteren Skeptizismus durchzogenen Jugenderinnerungen. Eine Trouvaille, auch im zweiten Teil, wo Richtscheid «seinen» Weg zur Philosophie schildert, durch die Verheerungen von Krieg und Schuldfrage.“ (NZZ, 19.4.2008)

Volker Gallé

rhein.hessen.blues

In seinem neuesten Buch „rhein.hessen.blues“ legt Volker Gallé etwas für ihn vollkommen Neues vor:

Es sind 75 hochdeutsche Gedichte über seine Heimat Rheinhessen. Oder – wie er im Nachwort schreibt – Gedichte, in denen er seinen „ganz persönlichen Blues an Rheinhessen“ singt. Blues nennt er seine poetischen Texte, weil immer auch ein melancholischer Grundton mitschwingt. Es sind Heimat-Gedichte im besten Sinne: zugewandt und auf hohem Niveau reflektiert.

Aber mit dem Blick für’s Typische gelingen ihm auch sprachliche Bilder von großer poetischer Kraft und Schönheit.

ISBN 978-3-937782-61-4, 96 S., Hardcover, 11,90 €, Leinpfad Verlag

 ISBN 978-3-937782-64-5, Hardcover, 96 Seiten, 9,90 €

Johannes Gerster

Meine Briefe aus Jerusalem

Neun Jahre lang war Johannes Gerster Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem.

In seinem Buch Meine Briefe aus Jerusalem berichtet er von seiner Arbeit auf dem nach wie vor brisanten Feld der deutsch-israelischen Beziehungen und von dem Versuch, trotz Bombenterror und militärischer Gegenschlägen, den israelisch-palästinensischen Dialog wieder in Gang zu bringen. Wir bekommen einen Eindruck von seiner Tätigkeit, deren größtes Ziel zwar Aussöhnung heißt, deren Grundelement aber darin besteht, ständig Vorurteile und Vorbehalte zu überwinden.Aber er beschreibt auch in sehr persönlichen Worten seine Erlebnisse und Erfahrungen, seine Erfolge und Rückschläge und zeichnet damit ein realistisches Bild Israels, seiner Probleme und seiner Existenzängste, aber auch seiner Vielfalt, Schönheit und Lebendigkeit.

FederfĂĽhrend.

19 Autorinnen vom Rhein

Bekannte und unbekannte Autorinnen (u.a. Anna Seghers, Bettine von Arnim, Ina Seidel, Karoline von Günderrode) aus vier Jahrhunderten werden mit einem biografischen Essay und Leseproben vorgestellt. “Ein Schmuckstück, eine Fundgrube!” (AZ, Mainz) “Insgesamt ist das liebevoll gestaltete Buch ein Stück Zeitgeschichte und ein wichtiges Dokument” (Frankfurter Rundschau).

Hrsg. von Marlene HĂĽbel und Jens Frederiksen

ISBN 978-3-9808383-7-5, 176 S., 34 Abbildungen, Hardcover, 4,95 €

ISBN 978-3-937782-30-0, 160 Seiten, zahlreiche S/W-Fotos, Hardcover, 12,90 €

Stefan Schrahe, Petra Urban

Kassenkampf und Musenkuss.

Stefan Schrahe und Petra Urban beobachten die Abenteuer und kleinen Katastrophen unseres Alltags, wie wir sie alle kennen: Man ist im Urlaub im Ausland und Aldi-Süd wirft die tollsten Sonderangebote auf den Markt. Man wird älter und alle bemerken es.

 24 Alltagsabenteuer

Witzig und satirisch zugespitzt schreiben sie über eine Männer-Selbsthilfegruppe, die sich ausschließlich mit der Perfektionierung ihrer Handys beschäftigt, über die Qualen einer frischen Nichtraucherin in den ersten Stunden, über die unvermutete Kreativität am Salatbüffet einer Kantine oder wie man als Single den Kampf gegen die bedrohlich nahen Verfalldaten der Lebensmittel gewinnt.

Denn: “Freiheit ist ein Leben ohne Blick aufs Haltbarkeitsdatum.”

ISBN 978-3-937782-39-3, 96 Seiten, Hardcover, 9,90 €

Bernadette Heim 

 Die Socke bringt es an den Tag

Wie schon in ihrem ersten Buch, Die Socke im Bermudadreieck, beschreibt Bernadette Heim auch in ihrem zweiten Kurzgeschichten-Band wieder ganz hintergründig, mit viel Humor und Selbstironie Situationen, die wir – Frauen? – alle kennen und macht sich darüber ihre Gedanken: über das natürliche Geschlecht unserer technischen Geräte (denn der Computer ist männlich, die Waschmaschine weiblich). Über Männer und Schuhe, über das Papa-Auto und über das Mama-Auto, über die Grenzen der Emanzipation, gleichgültig ob sie quer über den Herd von kochenden Männern verlaufen oder vor den ausgewiesenen Frauenparkplätzen in Parkhäusern enden und auch darüber, warum plötzlich auftauchende Socken nicht immer glücklich machen, ganz im Unterschied zur Schokolade, die tatsächlich immer glücklich macht! Und natürlich geht es um die unendliche Geschichte: Männer und Frauen – warum sind sie sooo verschieden?!?

Bernadette Heim

Die Socke im Bermudadreieck

Die Socke im Bermudadreiec k – Lesevergügen pur!

“Schahaaatz, wo hast du denn die Butter hingetan?” - Über diesen Ausruf könnte ich Bücher schreiben!

Jetzt endlich hat sie’s getan: Bernadette Heim hat aus ihren beliebten Kolumne ein Buch zusammengestellt.

Hintergründig, mit viel Humor und Selbstironie beschreibt sie Situationen, die wir – Frauen? – alle kennen, und macht sich darüber ihre Gedanken: über Frauen und Technik, Diäten und Lesebrillen, Männer und Sport, über den Platzhirsch am Grill ebenso wie über die Verwandlung von Badezimmern in russische Dampfsaunas, über das langsame Verschwinden der Fotoalben und den täglichen Sockenfraß im Haushalt und natürlich immer wieder über die unendliche Geschichte Männer und Frauen – warum sind sie sooo verschieden?!?

2. Auflage

ISBN 978-3-937782-60-7, 96 Seiten, Hardcover, 9,90 €

ISBN 978-3-937782-21-8, 96 Seiten Hardcover 9,90 €.

Herzkater und andere Geschichten

 hg. von Petra Urban

Mit Texten von Anette Degott, Doris Gries, Bernadette Heim, Brita Link, Silvia Mewes und Inge Witte,

Wissen Sie was ein Herzkater ist? Anette Degott, Doris Gries, Bernadette Heim, Brita Link, Silvia Meves und Inge Witte wissen es.Und schreiben darüber – über den Herzkater in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Überhaupt das Thema Männer und Frauen! Da geht es um Missverständnisse, um verpasste Chancen und um schnell ergriffene Chancen, um Lust und Frust, um Verlust und Erinnerung.Aber es geht auch um andere Erfahrungen, Erfahrungen, wie wir sie alle machen – oder hoffentlich nie machen werden!

ISBN 978-3-937782-31-7, 96 Seiten, 9,90 €

Volker Gallé

Gallés rheinhessische Hauspostille

Gallés rheinhessische Hauspostille steht in der Tradition der Hauspostillen von Martin Luther bis Bertolt Brecht: Auch Volker Gallé will seine Leserinnen und Leser – ganz altmodisch: – erbauen.So schreibt er über allerlei Interessantes aus Rheinhessen: über die Weinlese damals und heute, über Straßen und Eisenbahnen, Gärten und Parks, Flüsse, Bäche und Mühlen, Kirchen, Dome, Burgen und Schlösser, über Natur und Landschaft, altes Brauchtum zu Ostern, zur Fastnacht, zu den Kerben und an Weihnachten und über vieles andere mehr. Er vergleicht das Alte mit dem Neuen und spürt dabei übersehene Traditionslinien auf. Mit ausführlichen Zitaten aus der Rheinhessen-Literatur.

Denn wie schreibt Volker Gallé: “Die Texte wollen unterhaltsam in das jeweilige Thema einführen. Mehr nicht. Damit man auch die Landschaft kennen lernt, deren Wein man gerne trinkt. Und dabei ist mir immer wieder aufgefallen, wie wenig man doch über seine Heimat weiß und wie viel doch bereits über sie gesagt wurde, oftmals allerdings ungehört und ins Vergessen hinein. Hauspostillen wollen erinnern, wieder ins Gedächtnis rufen, auf den Geschmack bringen.”

112 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-937782-36-2, 9,90 €

Artischockenkinder. Literatur aus dem Landkreis Mainz-Bingen

Die 10 anspruchsvollen Erzählungen der Anthologie “Artischockenkinder” – es sind die Texte der Preisträgerinnen und Preisträger des Kulturpreises Literatur zwischen 1997 und 2006 zusammen mit den von der Jury besonders gewürdigten Beiträgen – spiegeln Niveau und Vielfalt der literarischen Produktion im Landkreis Mainz-Bingen. “Auf der Höhe der Gegenwartsliteratur” (Walter Eichmann, Sprecher der Jury).Monika-Katharina Böss ist als Preisträgerin der Jahre 2000 und 2003 mit drei Beiträgen vertreten: In Trauer von 2003 erzählt sie die Befreiung einer Witwe von ihrer Ehetyrannei und in Klippen von 2000 liefert sie eine raffinierte Loreley-Adaption: die Geschichte von der ewigen Buhlerin. Der dritte Text ist der so genannte Zweittext von 2003, Eingebundene Herrlichkeit. Marianne Büchner war mit Fremd 1997 die erste Preisträgerin: Sie beleuchtet in Rückblicken das Schicksal eines Flüchtlingskindes. Axel Frevert war 2003 mit dem Text November, allein, in dem er einen aufgeblasenen Wichtigtuer sehr ironisch entlarvt, einer der beiden Preisträger. Patchwork war in jenem Jahr sein Zweittext. Sarah Alina Grosz’ Text Einmal, im Mangrovenwald gehört 2006 zu den besonders gewürdigten Beiträgen ebenso wie Barbara Jordans mit Keine Angst vor weißen Kitteln. Stefan Schrahes Satire Aldi-Süd gehörte indessen 2003 zu den besonders gewürdigten Beiträgen. Johanna Stein ist mit Artischockenkinder die Preisträgerin des Jahres 2006, der in diesem Jahr unter dem Titel “Zuversicht” stand: Mit großem Feingefühl betrachtet die Ich-Erzählerin in der Rolle einer Sonderschullehrerin – die Johanna Stein auch tatsächlich ist – ihre Schutzbefohlenen und vergleicht sie mit Artischocken: “So stachelig wie Artischocken sind sie schon, meine Schüler, und innen zart, zarter als man nach der harten Schale vermuten kann. Noch.”

Claus Schick hat als Vorsitzender des Beirats der Stiftung Kultur im Landkreis ein Vorwort geschrieben ebenso wie Walter Eichmann als Vorsitzender der Jury.

ISBN 978-3-937782-47-8, 104 Seiten, Hardcover, 9,90 €

Martina Krohn

Sektenverdacht oder die verschwundene Schwester

Eigentlich hängt Mina Halmsum gar nicht sooo sehr an ihrer Schwester – Halbschwester, um genau zu sein –, aber auf einmal muss auch sie zur Kenntnis nehmen, dass sie von Ivie schon seit über einem Jahr nichts mehr gehört hat.Und jetzt stimmt nichts mehr: nicht die alte Telefonnummer, nicht die letzte Adresse und selbst Ivies Ex, der Psychologe Jasper T. Schacht, hat keine Ahnung, wo sie ist, aber einen alarmierenden Verdacht: Ivies letzter Arbeitgeber, die Unternehmensberatung pebb, soll in Wahrheit eine Sekte sein!Wenn sie Ivie retten will, hilft da nur eines: Mina muss selbst bei pebb anfangen! Undercover sozusagen. Oder täuscht sich Mina und alles war ganz anders? Und Ivie ist bewusst untergetaucht?

Martina Krohn ist ein sehr witziger Roman gelungen, der sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von innerer und äußerer Realität und mit der Frage nach dem Sinn des Lebens und Arbeitens beschäftigt.

ISBN 978-3-937782-46-1, Broschur, 248 Seiten, 10,90 €